Politik

Was’n noch alles?!

2016 war das Jahr der Populisten: Dank Englands Konservativen verlässt Großbritannien nun die EU, die rechtspopulistische AfD zieht in zehn Bundesländern in den Landtag ein und die USA bekommen einen Präsidenten, der alternative Fakten gegenüber der Wahrheit vorzieht.

Wer jetzt denkt, schlimmer kann es ja nicht mehr kommen, den könnte 2017 schon bald vom Gegenteil überzeugen. Bei den Wahlen in Frankreich hat der rechtspopulistische Front National in Umfragen stark zugelegt, Geert Wilders PVV in den Niederlanden liegt bereits bei 16% und auch die AfD wird sehr wahrscheinlich die Fünf-Prozent-Hürde schaffen und somit in den Deutschen Bundestag einziehen. Warum erhalten diese Populisten eine solch enorme Unterstützung der Bevölkerung? Was treibt die Menschen, die in Industriestaaten mit hohem Lebensstandard leben, dazu, Populisten zu wählen?

Viele Menschen fühlen sich aufgrund von Terrorismus im eigenen Land nicht mehr sicher, sehen gleichzeitig auch ihre Kultur durch Einwanderer bedroht. Dass nach dem Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt die Umfragewerte der AfD an die Decke gingen, zeigt, dass ein immer größer werdender Teil der Bevölkerung die Lösung in nationalistischen Parteien sieht.

 

Wir als Schülerzeitung nutzen eine Umfrage an unserer Schule, um ein Bild davon zu bekommen, was Leute in unserem Umkreis vom Thema Migration und Flüchtlinge halten. Auffällig war, dass sich vor allem bei der Frage, ob Deutschland zu viele Flüchtlinge aufnimmt, die Meinungen der Befragten stark spalteten. Weitgehende Übereinstimmung der Meinungen bestand allerdings bei der Aussage, dass Flüchtlinge so schnell wie möglich in den deutschen Arbeitsmarkt eingegliedert werden sollen.  Auch die AFD zu wählen, ist für die starke Mehrheit keine Lösung. Auf der anderen Seite wird aber Angela Merkels Willkommenspolitik oft hinterfragt.

 

Klar ist, dass Deutschland vor einem langen und auch nicht gerade einfachem Weg der Integration steht. Unsere Befragten gaben größtenteils an, sich eher weniger für Flüchtlinge zu engagieren. Dabei ist das gar nicht mal so schwer!

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